Unser Wald

300 Jahre Nachhaltigkeit in der deutschen Forstwirtschaft

Geschrieben von: Alois Müller, am 14.05.2013 15:14 Uhr

Zum 300-jährigen Jubiläum "Nachhaltigkeit in der Wald- und Forstwirtschaft"

Das Prinzip der Nachhaltigkeit wurde vor 300 Jahren in der Deutschen Forstwirtschaft entwickelt. Heute ist das Schlagwort "Nachhaltigkeit" in aller Munde. In der Wald- und Forstwirtschaft bedeutet Nachhaltigkeit, dass nur so viel Holz geschlagen werden soll, wie nachwachsen kann. Der Deutsche Forstwissenschaftsrat (DFWR) ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass die Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen, in der Gegenwart und in der Zukunft. Das ist die Basis für etwa 2 Millionen Waldbesitzer in Deutschland, die eine Waldfläche von 11,1 Millionen Hektar, das sind rund 31 % des Bundesgebietes, bewirtschaften.

Woher kam die Idee zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung? Holz war im Mittelalter der wichtigste Rohstoff, der nicht nur zum Bauen gebraucht wurde, sondern auch Energieträger zum Kochen und Heizen war. Auch der Bergbau war auf Holz angewiesen. Der Silberbergbau im Erzgebirge war durch die sich verschärfende Holzknappheit in seiner Existenz bedroht. Dies war nicht etwa aus Mangel an Silbererz der Fall, sondern wegen der sich schnell verschärfenden Holzknappheit. Jahrhundertelang hatte man die umliegenden Wälder übernutzt, so dass die Umgebung der Bergstädte weitgehend kahl geschlagen waren. Hans Carl von Carlowitz, Oberberghauptmann aus Freiberg in Sachsen, gilt als Begründer des Prinzips der Nachhaltigkeit. Angesichts einer drohenden Rohstoffkrise formulierte von Carlowitz erstmals im Jahr 1713 in seinem Werk, dass immer nur so viel Holz geschlagen werden sollte, wie durch planmäßige Aufforstung, durch Säen und Pflanzen nachwachsen konnte. So können wir in diesem Jahr auf 300 Jahre Nachhaltigkeit in der Wald- und Forstwirtschaft zurückblicken.

Der Grundsatz der Nachhaltigkeit ist heute sogar gesetzlich geregelt. In Deutschland verpflichtet das Bundeswaldgesetz (BWaldG) Waldbesitzer dazu, ihre Wälder "ordnungsgemäß und nachhaltig" (§ 11 BWaldG) zu bewirtschaften.



Mensch, zerstöre mich nicht

Geschrieben von: Alois Müller, am 28.03.2013 16:47 Uhr

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